Lesezeichen Von Männern, Frauen und Menschen

„Feminism is the radical notion that women are people“, heißt ein beliebter feministischer Spruch, und das gilt eben – trotz aller biologischen Unterschiede – auch für die Reproduktion: Dass Frauen schwanger werden können, heißt nichts anderes, als dass Menschen schwanger werden können, wenn auch nicht alle.

Erst wenn wir das verstanden haben, können wir reproduktive Gerechtigkeit neu definieren. Indem wir sie dann nämlich auf die Frage zuspitzen, ob die Verhältnisse so sind, dass ein gutes Leben auch für Menschen garantiert ist, die schwanger werden. Denn eine biologische Wahrheit ist ganz unabhängig von sozialen und politischen Veränderungen sicher: Wir alle verdanken unsere Existenz der Tatsache, dass eine andere Person den Embryo, aus dem wir entstanden sind, viele Monate lang in ihrem Uterus zur Reife gebracht hat.

Antje Schrupp, Von Männern, Frauen und Menschen, taz zum Frauentag

Lesezeichen Es geht um Geld und Anerkennung, nicht eines von beidem

»Es geht um Anerkennung durch Geld und Geld durch Anerkennung; und das im Sinne des französischen Soziologen Pierre Bourdieu, der nicht nur den Kontostand im Blick hatte, sondern auch soziales und kulturelles Kapital, also Kontakte und Wissen, die mit Geld einhergehen und mit denen Geld einhergeht.«

Volkan Ağar, Es geht um Geld und Anerkennung, nicht eines von beidem, tageszeitung vom 26.02.2021

Lesezeichen Sugar MMFK: „Wenn du drin bist, bist du drin“

»Was ist Straße? Wenn Straße ist, dass du die ganze Zeit nur im Block hängst und Joints rauchst – dann bin ich das nicht mehr. Aber wenn Straße ist, dass du immer noch diese Prinzipien hast, dass du immer noch teilst, dass du immer noch versuchst, deine Leute rauszuholen aus diesem Nichtshaben – dann bin ich das schon noch.«

Sugar MMFK: „Wenn du drin bist, bist du drin“

Lesezeichen Kein Happy End in der Tiefgarage

»Das bestehende Verkehrsparadigma mit seinem permanenten Wachstum und dem entfernungsintensiven Verhalten der Menschen muss radikal umgedacht werden. Wir müssen wirklich an die Fahrleistungen ran. Die Energie und die Resilienz des Planeten reichen nicht aus für ein maßloses, weiter zunehmendes Herumfahren von Personen und Waren, selbst wenn wir bis 2050 vollständig auf elektrisch umstellen. Das heißt auch: Straßenbau wie bisher, der der Steigerungslogik immer neuen Raum gibt, hat keine Zukunft mehr.«

Manfred Kriener und Helmut Holzapfel, Kein Happy End in der Tiefgarage.

Lesezeichen Katharina Pistor – Der Code des Kapitalismus wird von Anwälten geschrieben

»Damit aus einem einfachen Gut Kapital wird, braucht es eine Reihe rechtlich codierter Eigenschaften. Ich nenne sie Priorität, Beständigkeit, Konvertierbarkeit und Universalität. Priorität bedeutet, wir schaffen eine Rangordnung von Rechten, bei der ich als Eigentümerin stärkere Rechte habe als andere. Beständigkeit heißt, dass ich einen rechtlichen Schutzschild um das Kapital herum aufbaue und es so gegen den Zugriff anderer schützen kann. Finanzwerte werden beständig gemacht, indem ich die Möglichkeit garantiere, sie in ein staatlich gesichertes Finanzgut umzutauschen, also in Geld oder Staatsanleihen. Universalität zuletzt heißt, dass die Rechte, die wir so geschaffen haben, nicht nur zwischen uns durchsetzbar sind, sondern auch gegenüber Dritten.

[…]

Erst wenn meine Priorität und die Beständigkeit und Universalität meines Landeigentums gesichert sind, kann ich mein Land als Kapital verwenden.

[…]

Ich wollte dieses Buch auch schreiben, weil Konservative in der öffentlichen Diskussion immer so tun, als gäbe es »den freien Markt« einfach und das seien eben die Formen, wie wir miteinander Geschäfte machen. Was ich dagegen zeige, ist, dass der freie Markt voll und ganz auf den Schultern des Staates steht. Alles basiert auf rechtlicher Absicherung, die der Staat gewährleistet, wie eben die Durchsetzbarkeit von Eigentumstiteln oder auch eine gemeinsame Währung.«

Katharina Pistor: Der Code des Kapitalismus wird von Anwälten geschrieben

Lesezeichen Analysis: Amanda Gorman’s distinctly Black love for country

Gorman certainly knows the truth — that the violence that was on display at the beginning of the month is, in fact, who we are. But she also knows that it’s not too late to change who we are for the better. „For there is always light,“ she avows, „If only we’re brave enough to see it / If only we’re brave enough to be it.“

Analysis: Amanda Gorman’s distinctly Black love for country

Read the transcript of «The Hill We Climb» by Amanda Gorman.

Lesezeichen Ich kämpfe für Optionen

»Ich bin Verfechterin einer Erwerbstätigkeit einer durchschnittlichen 32-Stunden-Woche, also unterhalb der jetzigen Vollzeit. Aber der zentrale Punkt für mich ist, die unbezahlte Arbeit gleichmäßiger zwischen Männern und Frauen aufzuteilen.

[…]

Es ist ein Irrweg, Frauen einfach die Erwerbsbiografien von Männern annehmen zu lassen. Wir leben in einer Gesellschaft, die wesentlich mehr Engagement für andere braucht. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Männer, wenn sie Väter werden, nicht mehr ihr Arbeitsvolumen hochschrauben – und Frauen in Teilzeit gehen müssen. Bezahlte und unbezahlte Arbeit muss endlich fairer verteilt werden.«

Ich kämpfe für Optionen, Jutta Allmendinger im Interview mit Patricia Hecht und Carolina Schwarz

Lesezeichen Accountability

«Accountability is what someone with entitlement and privilege fears the most because being held accountable for every single one of your actions is the status of the oppressed, dispossessed and disempowered; to be privileged is to not be judged.»

JJ Bola, Mask Off: Masculinity Redefined (Chapter 4)

Lesezeichen Security is a Process

«So we say “security is a process and not a product” – meaning that we’re going to be discovering bugs in the software you’re depending on forever, and we need a way to fix those bugs when we find them. That’s why every computer you use bugs you all the time to update it with a patch from the people who made it.»

Cory Doctorow, Attack Surface.