Sprache und die Wahrnehmung der Menschheit

Antje Schrupp interveniert mit einem sehr guten Denkanstoss in die Diskussion zur Veränderung von Sprache. Ihrer Beobachtung nach stellt nicht so sehr die Sichtbarmachung von Frauen das Problem dar, sondern vielmehr die damit einhergehende Sichtbarmachung von Männern.

Das Problem am generischen Maskulinum ist nämlich in der Tat nicht, dass es Frauen nicht sichtbar machen und nicht benennen würde. Denn tatsächlich ist es nach diesem herkömmlichen Sprachverständnis ja möglich, Frauen sichtbar zu machen und zu benennen: Man muss an die Wörter nur ein „-in“ dranhängen. Was hingegen bei Verwendung eines generischen Maskulinums NICHT möglich ist, das ist die Sichbarmachung von Männern als spezifische Gruppe. Weil Bezeichnungen für Männer einfach identisch sind mit Bezeichnungen für Menschen.

Mit dem Feminismus ist aber genau dieses sprachliche Bedürfnis in die Welt gekommen. Wir bestreiten den Anspruch von Männern und Männlichkeit, das Allgemeine zu respräsentieren, und uns den Status des Partikularen zuzuweisen. Männer sind nur ein Teil der Menschheit, und zwar ein spezifischer Teil, der nicht den Anspruch erheben kann, für uns zu sprechen.

Durch eine tatsächliche Veränderung von Sprache und Kultur verlieren Männer den Anspruch immer angesprochen zu sein. Es wird dadurch sichtbar, dass Männer eben nur ein Teil der Menschheit sind, und eben nicht immer mitgemeint sind.

Für mich ist genau das aber in Tat sehr wichtig. Sprache und damit Kultur sollte in diese Richtung verändert werden. Bei der Veränderung von Sprache geht es – und deswegen wird die Diskussion zuweilen energisch geführt – nicht um Sprachkosmetik, sondern um eine Veränderung der Kultur und der Wahrnehmung der Menschheit an sich. Dementsprechend hält Antje den Vorschlag neutrale Begriffe genauso zu verwenden, wie Begriffe jeweils für Frauen und Männer.

Dieses kurze Aufgreifen der Intervention soll Euch nicht davon abhalten den gesamten Blogartikel »Sprache: Es geht nicht um das „Mitgemeintsein“ von Frauen« von Antje zu lesen.

Was ist ein starkes Kind?

»Ein starkes Kind ist ein gesundes Kind mit einem gesunden Selbstwertgefühl, der Fähigkeit zur Empathie, einem soliden Selbstvertrauen und einer gut entwickelten Reihe psychosozialer Fähigkeiten – ein Mensch, der sich der Liebe würdig fühlt, der selbstbewusst ist, ungezwungen mit anderen umgehen kann und der sich seiner Abhängigkeit von und Verbundenheit mit allen anderen Menschen bewusst ist.«

Jesper Juul, Leitwölfe sein: Liebevolle Führung in der Familie, Seite 171.

Bessere Ollies

depollie

In 2018 will ich meine Ollies verbessern. Ziel ist es, dass sie höher werden und das Skateboard an meinen Füßen bleibt. Heute folgte ich einem Rat und filmte meine Ollies um danach genauer sehen zu können was schon gut klappt und wo ich besser werden sollte.

Frühstückskaffee

Zum Fühstück gab es bei uns heute einen der Kaffees mit denen Benjamin Pozsgai bei der World Coffee Roasting Championship 2017 den dritten Platz belegt hat. Ein wunderbar fruchtiger Filterkaffee.

Bei diesem Kaffee handelt es sich um eine Mischung aus drei verschiedenen Kaffees. 80% Äthiopien Kochere, 20% Panama Esmeralda und einem natural aufbereiteten Kaffee aus China.

Unsere Portion habe ich nach folgendem Rezept zubereitet: 33g Kaffee, 500g Wasser. Das Wasser habe ich in 100g Portionen über jeweils 30 Sekunden verteilt aufgegossen.

Familie

»Im Großen und Ganzen kann man sich eine Familie als einen Raum vorstellen, in dem jedes Familienmitglied so viel wie möglich von dem bekommt, was es für die bestmögliche Qualität seines Lebens braucht – und so wenig wie möglich von dem, was nicht gut dafür ist.«

Jesper Juul, Leitwölfe sein: Liebevolle Führung in der Familie, 24f.

Bücher, die ich 2017 gelesen habe

Den Rückblick auf die Bücher die ich 2016 gelesen hatte beendete ich mit dem Satz »Das waren die 27 Bücher, die ich 2016 komplett gelesen habe, und über die ich mehr hatte bloggen wollen. Ob sich das in 2017 ändert?« Mehr gebloggt habe ich 2017 nicht, dafür aber deutlich weniger gelesen. Hm? Ganze dreizehn Bücher schaffen es auf die diesjährige Liste:

  1. Zygmunt Bauman, Die Angst vor den Anderen
  2. Richard Rohr, The Divine Dance: The Trinity and your transformation.
  3. Teju Cole, Known and Strange Things
  4. Emmanuel Lévinas, Wenn Gott ins Denken einfällt
  5. Ulrike Guérot, Warum Europa eine Republik werden muss. Eine politische Utopie
  6. Chris Coyer, Practical SVG
  7. Rachel Andrew, Getting Ready for CSS Grid Layout
  8. Rob Bell, What Is the Bible? How an Ancient Library of Poems, Letters, and Stories Can Transform the Way You Think and Feel About Everything
  9. Ulrike Guérot, Der neue Bürgerkrieg: Das offene Europa und seine Feinde
  10. Eric A. Meyer and Sara Wachter-Boettcher, Design For Real Life
  11. Laura Kalbag, Accessibility For Everyone
  12. Rachel Andrew, The New CSS Layout
  13. Derek Sivers, Anything You Want: 40 Lessons for a New Kind of Entrepreneur

Neben diesen dreizehn Büchern las ich einiges von Conni und diverse Bände ›Mein Lotta Leben‹, wobei ich im Laufe des Jahres erfreulicherweise mehr zuhören als selbst lesen durfte. Die Bücher von Judith Butler, Terry Eagleton und Saul Williams, die ich angefangen aber noch nicht beendet habe, finden traditionell keine Erwähnung im Jahresrückblick.

An Weihnachten erfuhr ich, dass The Divine Dance: The Trinity and your transformation von Richard Rohr mittlerweile in der deutschen Übersetzung zu haben ist. Aus diesem Grund werde ich das Buch in naher Zukunft nochmals lesen.

Darüber hinaus möchte ich die Bücher von Ulrike Guérot empfehlen, da ich ihre Vision einer europäischen Republik für wichtig und richtungsweisend halte.

Für all diejenigen unter meinen Leserinnen und Lesern, die im Bereich Webdesign unterwegs sind, möchte ich die Bücher von Rachel Andrew zu CSS Grid Layout und Laura Kalbags Accessibility For Everyone empfehlen. Design For Real Life von Sara Wachter-Boettcher und Eric A. Meyer erscheint mir auch für diejenigen relevant, die im weiten Design-Feld tätig sind.

Speechless

Speechless – KurzfilmSpeechless Teaser (vimeo.com)

In dem bewegenden Kurzfilm Speechless stellt Robin Polák die Begegnung eines Jungen (Noah Papadimitriou) mit einer Frau (Heike Makatsch) in einem Spielwarengeschäft dar. Als die Frau fest stellt, dass der Junge sie nicht versteht, kommuniziert sie mit Hilfe von Spielzeug mit ihm. Der Junge lässt sich auf die Kommunikation ein und zeigt ihr seine Lebenssituation. Auf diese Weise findet eine Begegnung mitten im Alltag statt.

Bis zum 6. Januar 2018 ist der Kurzfilm ›Speechless‹ in der Mediathek des Bayrischen Rundfunks zu sehen.